28.04.2012 | News

Presseerklärung: Gute Bildung – Gute Chancen

Mehr Lehrerstellen und keine bildungspolitischen Sonderwege. Der SPD-Bildungsexperte der sozialdemokratischen Landtagsfraktion Martin Habersaat formulierte in einer öffentlichen Diskussion im Bürgerhaus Nahe Bildungspolitik mit langfristiger Perspektive.

Der SPD-Kreisverband Segeberg hatte gemeinsam mit dem Ortsverein Nahe eingeladen.
Landtagskandidatin Katrin Fedrowitz (Norderstedt) und die Kandidaten Marc-André Ehlers (Segeberg Ost) und Stefan Weber (Segeberg West) steuerten ihre Erfahrungen aus der Region bei. Der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Beran führte durch den Abend.

„Schleswig-Holstein darf bildungspolitisch nicht zur Insel werden mit Schularten, die es in anderen Bundesländern nicht gibt“, warnte Martin Habersaat. Das neunjährige Gymnasium (G9) gebe es nur an elf Schulen in Schleswig-Holstein. Fast alle der rund 3000 Gymnasien in Deutschland orientieren sich dagegen am achtjährigen Bildungsgang (G8). Der Sonderweg der schwarz-gelben Landesregierung erschwere den Schulwechsel beim Umzug in ein anderes Bundesland, sogar innerhalb eines Kreises.

Die Regionalschulen im Lande litten unter sehr geringen Anmeldequoten, die noch unter denen der früheren Hauptschule liegen. Nur 13,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler wurden im vergangenen Jahr für diese Schulform angemeldet. Die SPD möchte die Regionalschulen zu Gemeinschaftsschulen weiter entwickeln. Habersaat und die drei Kandidaten sehen darin auch die Chance, die Standorte solcher Schulen zu erhalten.
Gleichzeitig soll die Anzahl der Oberstufenangebote vergrößert werden. „Wenn wir die Abiturquote erhöhen wollen, müssen wir mehr Oberstufen einrichten“, rechnete Martin Habersaat vor und verwies auf ein verblüffendes Ergebnis der Statistik: „Je mehr Oberstufen in einem Kreis zur Verfügung stehen, desto mehr Schüler machen Abitur.“
„Wir wollen Bildungspolitik mit langfristigen Perspektiven“, stellte der Landespolitiker klar. In Zukunft solle es mit dem G8-Gymnasium, der G9-Gesamtschule und den beruflichen Gymnasien nur noch Schulen geben, die alle Abschlüsse anbieten können. Die Ausbildung der Lehrkräfte soll sich an den Anforderungen der Altersstufen der Schülerinnen und Schüler orientieren, nicht mehr an den Schularten.„Das längere gemeinsame Lernen ist vorteilhaft für alle Schülerinnen und Schüler“, erläuterte Habersaat. Er kann dabei auf seine Berufserfahrung als Lehrer verweisen. Die Gemeinschaftsschulen sollen nach einem Regierungswechsel die Differenzierungsstunden zurückerhalten, die Schwarz-Gelb gestrichen hat. Abschlussbezogene Bildungsgänge sollen wieder rückgängig gemacht werden.

Marc-André Ehlers: „Die Diskussion um ein klares Bildungskonzept zeigt, dass die SPD auf dem richtigen Weg ist, die Chancengleichheit im Bildungsbereich wieder herzustellen. Langes gemeinsames Lernen ist die Basis dafür.“

In der lebhaften Diskussion mit dem Publikum wurde auch die Forderung nach verpflichtenden Ganztagsangeboten der Schulen laut. Aus pädagogischer Sicht konnte der Gastreferent sich dem anschließen, forderte aber Geduld bei der Umsetzung. Es gebe noch keinen Konsens bei den Schulträgern.
Stefan Weber sagte zum Ausbau der Ganztagsschulen: „Wir dürfen nicht vergessen, die Kindertagesstätten einzubeziehen. Besonders in den ländlichen Räumen, wo wir Schulen und Kindertagesstätten in unmittelbarer Nachbarschaft haben, muss über Kooperationen nachgedacht werden“.

Kritisch wurde auch die Personalnot an den Schulen dargestellt. Hier versprach der Bildungspolitiker Besserung. Mit der SPD werde es rund 1800 Lehrerstellen mehr an den Schulen des Landes geben als die jetzige Regierungskoalition es plane.
Kandidatin Katrin Fedrowitz dazu: „In Gesprächen mit Eltern einer Norderstedter Grundschule habe ich erfahren, dass wegen der Kürzungen von Lehrerstellen und krankheitsbedingten Ausfällen Eltern den Unterricht übernehmen. Dieses ist ein unhaltbarer Zustand und darüber hinaus auch verboten. Es reicht nicht aus, den Vertretungsfond finanziell aufzustocken, es müssen auch weitere Planstellen entstehen.“

Zum Abschluss der Diskussion bekamen die drei Landtagskandidaten Schultüten mit auf den Weg. Mit diesen sammelten Sie „Wunschzettel“ der Gäste ein. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den angehenden Landtagsabgeordneten ihre Forderungen und Anregungen schriftlich mit auf den Weg geben.

diskussion nahe

von links: Stefan Weber, Katrin Fedrowitz, Marc-André Ehlers, Martin Habersaat

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